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Reifenprofiltiefe messen: So funktioniert’s

Reifenprofiltiefe messen: So funktioniert’s

Die Reifenprofiltiefe müssen Autofahrer zu ihrer eigenen und der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer regelmäßig überprüfen. Der Gesetzgeber schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor. Doch Experten empfehlen dringend, Sommerreifen bereits ab einer Profiltiefe von drei und Winterreifen ab vier Millimetern gegen neue Exemplare auszutauschen. Wir verraten, warum das durchaus sinnvoll ist und wie Sie die Reifenprofiltiefe richtig messen.

Autoreifen vollbringen im Alltag Höchstleistungen. Ganz gleich, ob bei Trockenheit, Nässe, Schnee oder Eiseskälte: Sie ermöglichen Top-Traktion und halten das Fahrzeug auf Kurs. Vorausgesetzt, der Fahrer hält sich an die Regeln der Physik und der Straßenverkehrsordnung. Mindestens ebenso wichtig: Die Reifen dürfen nicht abgefahren sein und müssen über ein ausreichendes Restprofil verfügen. Denn nur dann bieten sie den nötigen Grip.

Reifenprofiltiefe messen ist oberste Autofahrerpflicht

Doch was heißt das? In Europa gilt für Pkw- und Motorradreifen eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Wer mit Reifen unterwegs ist, die weniger Restprofil aufweisen, riskiert nicht nur seine Gesundheit und die seiner Mitmenschen. Hierzulande sind dann auch ein Bußgeld in Höhe von bis zu 120 Euro sowie ein Punkt in der Verkehrssünderkartei fällig, weil das Fahrzeug nicht mehr verkehrssicher ist.1 Paragraf 36 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) nimmt hierzu jeden Fahrzeugführer explizit in die Pflicht, die Reifenprofiltiefe zu messen – und zwar regelmäßig.2

Experten wie zum Beispiel der ADAC weisen jedoch darauf hin, dass die gesetzliche Mindestprofiltiefe „nur einen Rest an Sicherheit“ bietet.1 Besser wäre demnach eine Restprofiltiefe von mindestens drei Millimetern bei Sommerreifen und vier Millimetern bei Winter- und Ganzjahresreifen – „sonst wird’s kritisch bei Nässe, Schnee oder Schneematsch“.1

Tests des ADAC stellen dies eindrucksvoll unter Beweis. Hierzu verglichen die Spezialisten des Automobilclubs die Bremswege von Winterreifen mit unterschiedlichen Profiltiefen auf trockener, nasser und schneebedeckter Fahrbahn. Zum Reifentest traten Exemplare im Neuzustand mit rund acht Millimeter Profiltiefe, relativ neue Reifen mit 7,5 und Reifen mit vier Millimeter Restprofil an. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: „Auf Schnee waren die Unterschiede zwischen neuen und bereits gefahrenen Reifen am deutlichsten. Der 4-mm-Reifen verursacht schon aus Tempo 30 einen 3,2 Meter längeren Bremsweg als der Neureifen.“1 3,2 Meter, die im Ernstfall entscheidend sein können. Noch deutlicher fielen die Unterschiede beim Nassbremsen sowie der Überprüfung der Zugkraft aus – also in Situationen wie zum Beispiel dem Anfahren oder an Steigungen.1

Eine große Gefahr bei regennasser Straße ist das sogenannte Aquaplaning. Hier schwamm der Testwagen mit abgefahrenen Reifen schon bei 63 km/h auf, der neue Reifen behielt hingegen bis 87 km/h die Bodenhaftung.1

Restprofiltiefe messen: So wird‘s gemacht

Schauen Sie sich die Reifen Ihres Fahrzeugs in regelmäßigen Abständen genau an. Hierbei sollten Sie insbesondere die kleinen Stege beachten, die an sechs Stellen im Reifenprofil zu finden sind. Sie dienen als Verschleißindikatoren. Um die Reifenprofiltiefe zu messen, platzieren Sie in den Rillen neben diesen Stegen eine Ein-Euro-Münze. Hintergrund: Der Goldrand des Geldstücks ist exakt drei Millimeter breit und dient damit als gute Orientierungshilfe.

Ist er sichtbar, wenn Sie die Münze in die Mitte des Reifenprofils halten, sollten Sie die Reifen in Kürze wechseln. Wenn es sich um Winterreifen handelt, halten Sie am besten möglichst rasch nach neuen Reifen Ausschau. Denn hier empfehlen ADAC & Co. mindestens vier Millimeter. Falls der Goldrand jedoch im Profil verschwindet, können Sie die Reifen noch weiterfahren.

Wichtig: „Wenn die Stege ohne Absatz in die Profilblöcke übergehen, ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe bereits unterschritten. Dann darf mit diesen Reifen nicht mehr gefahren werden“, betont der ADAC.

1 Quelle: www.adac.de
2 Quelle: www.gesetze-im-internet.de

(Stand 9/2021, Irrtümer vorbehalten)

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