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E-SUV dominieren nicht ganz Europa. Aber fast.

E-SUV dominieren nicht ganz Europa. Aber fast.

Matthias Schmidt, Automobil-Analyst aus Berlin, hat bereits in seinen vergangenen Berichten aufgeführt, dass der „Siegeszug“ der Elektro-SUV in Europa andauert. Aber eben nicht in ganz Europa, wie Schmidt in seiner aktuellen Betrachtung offenbart. In Italien werden die E-SUV durch kleine, kompakte Stromer ausgebremst. Drei Modelle führen dabei die Elektro-Rebellion an.

Zwar bringen es E-SUV in Europa auf einen Marktanteil in Europa von 40,4%, aber auch die kombinierte E-Offensive von Fahrzeuge aus dem Kleinwagen und Basissektor bringen es, über weite Strecken des Jahres, auf einen konstanten Marktanteil von 30%. Besonderes in Italien dominieren Fahrzeuge aus diesem Segment den Markt. Hierbei stechen drei Modelle besonders hervor: Fiat 500 e, Smart fortwo sowie der Renault Twingo. Diese haben in Italien rund 25 aller zugelassenen Elektroautos (Gesamt 66.400 Einheiten bis Oktober 2021) ausgemacht. Spricht ganz deutlich dafür, dass der italienische Markt vor allem für kompakte Modelle steht.

Um bei smart zu bleiben, diese brachten es im Basic-Segment bis Ende Oktober auf 29.200 Zulassungen in Europa. Für Daimler sind diese E-Fahrzeuge besonders wichtig, da diese beim Erreichen der CO2-Ziele unterstützen. Wenn man allerdings bedenkt, dass 2004 noch 133.600 Einheiten (Verbrenner) abgesetzt wurden und man dieses Jahr auf weniger als 40.000 Einheiten kommt, zeigt sich, dass das Interesse am Kleinststromer von smart schwindet. Eventuell helfen die neuen, kommenden Modelle der Marke dabei das Interesse am Markt wieder zu entfachen.

Im Kleinwagen-Segment blicken wir auf ein altbekanntes Modell an der Absatzspitze: der Renault ZOE. Dieser feiert mittlerweile seinen zehnten Jahrestag auf dem europäischen Automarkt und war in seinem Segment für 36% des Absatzes verantwortlich. 51.000 ZOE wurde in 2021 bisweilen zugelassen. Der Absatz ist in diesem Jahr um fast 30 Prozent zurückgegangen, Dies ist wahrscheinlich zum Teil auf die Kannibalisierung durch den Twingo und weitere Modelle des gleichen Sektors zurückzuführen. Unter anderem dem bereits angesprochenen Fiat 500 e.

Blicken wir auf die Untere Mittelklasse, diese verzeichnet im Blick auf das vergangene Jahr einen deutlichen Rückgang. War dieses Segment im Oktober 2020 noch für fast ein Drittel (29,2%) des Absatzes verantwortlich, bringt es die Untere Mittelklasse 2021 auf 15,4%. Vor allem der VW ID.3 treibt den Absatz in diesem Segment, der Nissan Leaf und BMW i3 zählen hingegen zu Auslaufmodellen. Auf lediglich zwei Modelle bringt es der Near-Executive-Sektor mit dem Tesla Model 3 und Polestar 2. Auf das Model 3 entfallen 88 % des Segments. Mit dem Polestar 2 und einer zunehmenden Menge an Model 3, die aus China geliefert werden, ist dieser Sektor zweifelsohne ein von China abhängiger Sektor. Der neue BMW i4 wird das dritte Modell sein, das im letzten Quartal dieses Jahres in diesen Sektor aufgenommen wird. Für wesentlich weniger Absatz zeichnet sich das Luxus-Segment, unter anderem mit dem Porsche Taycan und Audi e-tron GT, verantwortlich.

Nicht unerwähnt lassen wir natürlich das SUV-Segment, auch wenn eingangs schon die Bedeutung des Sektors aufgezeigt wurde. Es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis er kumuliert 50 Prozent ausmacht. Die Produktion des Tesla Model Y aus lokaler Fertigung wird in Kürze beginnen. Ein Großteil der E-Auto Modelle, die derzeit auf dem europäischen Markt erhältlich sind, entfallen auf das Segment der SUV. 36 Modelle an der Zahl und damit fast die Hälfte der europäischen E-Auto-Modelle. Eine Ansage.

Zeitraum Januar bis Oktober 2021

Basic – 11,4 Prozent
Kleinwagen – 16,1 Prozent
Untere Mittelklasse – 15,4 Prozent
Near Executive – 13,0 Prozent
SUV/Crossover – 40,4 Prozent
Luxusklasse – 1,7 Prozent
Nutzfahrzeugklasse / Minibus – 0,70 Prozent
Sonstige – 1,30 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Flash Report: Edition 10.2021 October

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