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Verbraucherschützer: Wallbox-Zuschuss ja – aber nur mit E-Auto

Verbraucherschützer: Wallbox-Zuschuss ja – aber nur mit E-Auto

Um die E-Mobilität in Fahrt zu bringen, nimmt der Stadt viel Geld in die Hand. Gefördert werden Elektroautos dabei ebenso wie der Ausbau der Infrastruktur. Und: Es gab Zuschüsse für private Wallboxen, ohne dass man überhapt ein E-Auto besitzen musste. Allein 800 Millionen Euro umfasste dieser mehrfach aufgestockte Fördertopf, der mittlerweile ausgeschöpft ist. Diese Praxis hat nun Klaus Müller kritisiert, schreibt die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands fordert zwar eine Verlängerung der Förderung – allerdings zu anderen Bedingungen.

Die Nachfrage nach Förderung für private Ladeinfrastruktur hat gezeigt, dass das Interesse an E-Mobilität zunimmt„, zitiert das Blatt Müller. Um diesen Hochlauf nicht zu stoppen, sollten die Zuschüsse noch einmal bis Ende 2022 verlängert werden. Müller: „Um Mitnahmeeffekte zu verhindern, sollte die Förderung an den Besitz oder den nachzuweisenden Kauf eines E-Autos gekoppelt werden.“ Gleichzeitig forderte er, zu prüfen inwieweit private Ladestationen mit anderen E-Auto-Besitzern geteilt werden könnten. Elektromobilität sei ein Baustein für erfolgreichen Klimaschutz.

Beim Förderprogramm der Bundesregierung mussten die Antragssteller verschiedene Voraussetzungen erfüllen, dazu gehörte allerdings nicht, dass man auch ein Elektroauto besitzt oder kaufen möchte. Häuserbesitzer, Mieter und Vermieter konnten einen Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt bekommen. Wenn an einer Wallbox zwei Autos gleichzeitig laden können, hat sie per Definition zwei Ladepunkte – dafür gab es dann den doppelten Zuschuss. Dabei konnten die Kosten für Installationsarbeiten, ein Energiemanagement-System zur Steuerung der Ladestation und den Kauf einer neuen Wallbox geltend gemacht werden. Seit November 2020 wurden nach Angaben der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) ungefähr 800.000 Förderanträge bewilligt. Wie viele der Geförderten ein E-Auto besitzen, kann die KfW laut „NOZ“ allerdings nicht sagen.

Auch diejenigen, die die Wallboxen installieren, wüssten nicht, wie viele Antragssteller ein E-Auto besitzen, heißt es. Dem Zentralverband der Deutsche Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) lägen dazu keine Zahlen vor. Nach Einschätzung des Verbands seien Mitnahmeeffekte aber durchaus eingerechnet und gewünscht, „zumal sich niemand eine Wallbox installieren lässt, wenn er nicht zumindest langfristig darüber nachdenkt, auf einen ‚Stromer‘ umzusteigen“, so die Zeitung.

Der Bund der Steuerzahler sehe die derzeitige Förderung von E-Mobilität dagegen kritisch, heißt es. Der Präsident des Bunds der Steuerzahler Deutschland, Reiner Holznagel, wird mit der Einschätzung zitiert, ob nicht ein technologieoffener Ansatz klüger wäre, der etwa auch Wasserstoff und alternative Kraftstoffe umfasst. Allerdings sei es immer noch besser, Deutschlands Infrastruktur zu fördern als direkt den Kauf von Elektroautos.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – Verbraucherzentrale fordert Verlängerung der Wallbox-Förderung

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