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ISI-Studie: Carsharing fördern, aber auch regulieren

ISI-Studie: Carsharing fördern, aber auch regulieren

Geteilte Mobilitätsdienste müssen öffentlich gefördert und in den bestehenden ÖPNV eingebunden werden. Dieses Fazit zieht das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe. Im Auftrag der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) haben Fachleute demnach erstmals deutschlandweit nach Regionstypen modelliert, wie sich Carsharing und Ridepooling bis 2030 abhängig von politischen Maßnahmen wie etwa CO2-Preis, Kraftstoffsteuern, City-Mauten und Parkgebühren sowie von der Förderung des ÖPNV entwickeln könnten.

Aus unserem neuartigen Prognosemodell geht hervor, dass Mobilitätsdienste als Alternative zum Auto durchaus große Potenziale haben, insbesondere im ländlichen Raum“, sagt Dr. Claus Doll, der am Fraunhofer ISI zu nachhaltiger Mobilität forscht. Allerdings müsse man genau beobachten, welche Angebote mittel- bis langfristig finanziell überlebensfähig seien und einen echten Beitrag zu nachhaltigerem Verkehr leisteten. Die Entwicklung müsse daher durch einen Mix aus Förderung und Regulierung aufmerksam begleitet werden.

Blieben die Rahmenbedingungen bezüglich Abgaben, Förderungen und Umweltkosten gleich, sei bis 2030 beim Carsharing von einem Wachstum um 32 Prozent auszugehen. Mit Politikmaßnahmen könne mit einer Verdopplung des Aufkommens gerechnet werden, bei deutlich vergünstigten Nutzungstarifen mit mehr als einer Verdreifachung der Fahrten. Beim sogenannten Ridepooling kann der Studie zufolge für Deutschland insgesamt und in Metropolregionen mit einer Verdopplung bis hin zu einer Verdreifachung des Aufkommens gerechnet werden. In Kleinstädten und im ländlichen Raum hat das Fraunhofer ISI sogar Zuwächse auf fast das zwanzigfache heutiger Angebote ermittelt.

Entscheidend für den Erfolg von Carsharing-Angeboten seien vor allem fahrleistungsabhängige Abgaben auf den Pkw-Betrieb wie CO2-Abgaben und Kraftstoffsteuern, aber auch der Verzicht auf Kaufanreize für Privatfahrzeuge. Diese hätten eine weitaus größere Wirkung auf die Carsharing-Nachfrage als Parkgebühren, City-Maut oder ein verbesserter ÖPNV. Die für Carsharing-Anbieter wirtschaftlich besten Bedingungen ergeben sich demnach bei einer Förderung des ÖPNV sowie einer Steigerung von Umweltpreisen wie CO2-Abgaben und Kraftstoffsteuern. Eine radikale Vergünstigung der Nutzungstarife schneidet wirtschaftlich betrachtet am schlechtesten ab. Insbesondere fixe Mitgliedsbeiträge trügen dazu bei, dass Angebote durchaus kostendeckend betrieben werden könnten. Ridepooling-Angebote hingegen würden in keinem der Szenarien ein positives operatives Ergebnis erzielen.

Quelle: Fraunhofer-Institut – Pressemitteilung vom 15. März 2022

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