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E-Auto auf Langstrecke: „Die Zeiten akribischer Vorplanung sind zum Glück vorbei“

E-Auto auf Langstrecke: „Die Zeiten akribischer Vorplanung sind zum Glück vorbei“

Unter dem Titel „What’s next?“ veröffentlicht das chinesische Elektroauto-Start-up Aiways eine Interviewreihe mit Gesprächspartnern aus Industrie, Wirtschaft und Politik. Der siebte Gesprächspartner ist Pedro Faria, Gründer und Präsidiumsmitglied der Associação de Utilizadores de Veículos Elétricos, kurz UVE, aus Portugal. Mit Aiways Geschäftsführer Dr. Alexander Klose unterhielt er sich vor allem über die Frage, wie man die Menschen von den Vorurteilen gegenüber der E-Mobilität löst. Zusammen mit seiner Frau Carla ist Faria deshalb mit einem Aiways U5 von Lissabon in Portugal bis nach Antwerpen in Belgien zur Premiere des Aiways U6ion Konzept gefahren, um zu beweisen, dass auch ein Elektroauto heute schon für echtes „Grand Touring“ bereit ist.

Es lief wunderbar. Wir waren über 2100 Kilometer unterwegs und haben die Strecke in drei Etappen aufgeteilt“, sagt Faria. Die erste Übernachtung hat das Duo in San Sebastián eingelegt und die zweite Nacht in Paris. „Von da aus war es dann nur noch ein kurzer Hüpfer nach Antwerpen.“ Eine besondere Strategie, etwa zum Laden, hat der E-Mobility-Verbandspräsident auf der Fahrt nicht verfolgt: „Die Zeiten, in denen man jede Fahrt akribisch vorplanen muss, sind zum Glück vorbei“, sagt der Portugiese und verweist darauf, dass das Ladenetz etwa in Spanien und Frankreich zwar noch nicht so gut ausgebaut sei wie etwa in den Belgien, den Niederlanden oder Deutschland. „Aber gerade auf den großen Transit-Routen ist es überhaupt kein Problem mehr“, so Faria weiter.

Er hatte deshalb nur eine Strategie: „Möglichst schnell ans Ziel, eben genau so, wie man es mit einem Verbrenner auch machen würde. Deshalb sind wir auch immer mit Richtgeschwindigkeit unterwegs gewesen, in Frankreich etwa mit konstant 130km/h.“ Je nach Verkehrsaufkommen, Topografie und Geschwindigkeit sei er zwischen den Stopps jeweils zwischen 200 und 220 Kilometer am Stück gefahren. Die Ladepausen habe er „immer bewusst mit 30 Minuten kurzgehalten, was dank der guten Ladeleistung des Aiways U5 wunderbar funktioniert“ habe. Er sei bei den Ladestopps meist wieder auf gut 80 Prozent Ladestand für das nächste Teilstück gekommen.

„Eine Echtzeit-Lösung wäre schon toll“

Die Navigation sei über Apple CarPlay und Karten erfolgt, was „vor allem mit den Echtzeit-Verkehrsdaten eine wirklich überzeugende Lösung“ sei. Für die Ladestopps habe er unterwegs „A better route planner“ genutzt. Hier könne man „die Verbrauchsdaten aus einer Datenbank ziehen und dann noch auf die eigenen Bedingungen anpassen“. Faria etwa habe den Durchschnittsverbrauch auf das hohe Autobahn-Dauertempo angepasst und damit eine gute Planbarkeit der Stopps erreicht. „Allerdings wäre eine Echtzeit-Lösung schon toll, also dass Auto und App direkt kommunizieren und den Ladestand auf der Route und am Ziel direkt mit in die Streckenplanung übernehmen“, sagt der Portugiese.

Dr. Alexander Klose von Aiways erwidert hierzu, dass die Kommunikation zwischen Auto und Apps ein wichtiger Punkt sei, den sich der Hersteller in der Entwicklung „intensiv“ anschaue: „Viele Kunden kamen mit dem Wunsch auf uns zu, eine Echtzeit-Anbindung der Batterie- und Verbrauchsdaten in die Routenplanung zu integrieren“, sagt er. Lösungen mit externen Dongles über den Diagnoseport halte Aiways aber für nicht komfortabel genug. „Wir arbeiten deshalb an einer rein Software-basierten Lösung, die wir wohl schon in sehr naher Zukunft präsentieren können. Ich denke damit werden wir eines der aktuell beste Routen- und Ladeplanungs-Tools auf dem Markt anbieten können“, so Klose.

Quelle: Aiways – Pressemitteilung vom 20.04.2022

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