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BASF baut in Schwarzheide Batterierecyclinganlage für schwarze Masse

BASF baut in Schwarzheide Batterierecyclinganlage für schwarze Masse

BASF will bekanntermaßen ihren Fokus auf Batteriematerialien und Batterierecycling stärken. Deutschland spielt hierbei eine entscheidende Rolle. In Schwarzheide soll eine Anlage für das Recycling von schwarzer Masse aus Batterien im großtechnischen Maßstab errichtet werden. Die Investition stärkt den BASF-Standort Schwarzheide mit der Produktion von Batteriematerialien und dem Batterierecycling.

Mit diesem strategischen Fokus auf Batteriematerialien sowie der Neuaufstellung des Geschäfts mit Abgaskatalysatoren will BASF ihren Kunden aus der Automobilindustrie weiterhin nachhaltige und innovative Lösungen anbieten. BASF begründet den Schritt in die Richtung des Batterie-Recycling mit der Tatsache, dass Experten zufolge ab dem Jahr 2030 mehr als 1,5 Millionen Tonnen Batteriezellen von Elektrofahrzeugen entsorgt werden müssen. Dazu kommen Abfälle aus der Zellproduktion, der Produktion von Kathodenmaterialien sowie deren Vorstufen. Wie das Unternehmen zu verstehen gibt, seien darin wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel enthalten. Durch Batterierecycling können diese Rohstoffe zurückgewonnen werden. Im nächsten Schritt wird die schwarze Masse hydrometallurgisch weiterverarbeitet.

Lithium-Ionen-Batterien werden hierfür zunächst zerlegt und geschreddert. Dabei entsteht die sogenannte „Schwarze Masse“. „Mit Hilfe verschiedener chemischer Verfahren können bereits heute Rohstoffe aus dieser Masse zurückgewonnen werden. Das reduziert den CO2-Fußabdruck der Batteriemetalle um mindestens 25 Prozent gegenüber der Förderung aus natürlichen Quellen.“ 

Wie das Unternehmen ausführt sei der Standort in Schwarzheide ideal für den Aufbau von Batterierecycling-Aktivitäten, da es in Mitteleuropa viele Hersteller von Elektroautos und Zellproduzenten gibt. Mit der Investition werden etwa 30 neue Arbeitsplätze in der Produktion geschaffen, die Inbetriebnahme ist für Anfang 2024 geplant.

„Mit der Investition in eine Batterierecyclinganlage für schwarze Masse im großtechnischen Maßstab machen wir den nächsten Schritt, um die gesamte Wertschöpfungskette des Batterierecyclings bei BASF zu etablieren. Dadurch können wir den gesamten Recyclingprozess optimieren und den CO2-Fußabdruck reduzieren. Der geschlossene Kreislauf von Altbatterien hin zu Kathodenmaterialien für neue Batterien unterstützt unsere Kunden entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette, reduziert die Abhängigkeit von abgebauten Rohstoffen und ermöglicht eine Kreislaufwirtschaft.“ – Dr. Peter Schuhmacher, Leiter des Unternehmensbereichs Catalysts bei BASF

Das Batterierecycling ist ein wichtiger Hebel, um den CO2-Fußabdruck von Elektrofahrzeugen zu reduzieren und ehrgeizige, auf Kreislaufwirtschaft ausgerichtete politische Regulierungen, die im Rahmen der vorgeschlagenen EU-Batterieverordnung erwartet werden, zu erfüllen. „Das beinhaltet ein effizientes Recycling von Lithium-Ionen-Batterien mit Zielvorgaben für die Materialrückgewinnung und den Recyclinganteil von Nickel, Kobalt und Lithium in neuen Lithium-Ionen-Batterien“, so das Unternehmen abschließend in seiner Pressemitteilung.

Quelle: BASF – Pressemitteilung

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