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Kia baut Werk für Elektro-Spezialfahrzeuge in Korea

Kia baut Werk für Elektro-Spezialfahrzeuge in Korea

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Mit einer Feierstunde hat Kia den Bau seiner ersten Fertigungsanlage für batterieelektrische zweckgebundene Spezialfahrzeuge (PBVs, Purpose-built Vehicles) gestartet. An der Zeremonie auf dem Gelände des Kia-Werks Hwaseong in der südkoreanischen Provinz Gyeonggi nahmen mehr als 200 Personen teil, darunter Regierungsvertreter, der Executive Chair der Hyundai Motor Group, Euisun Chung, der Präsident und CEO von Kia, Ho Sung Song, sowie weitere Vertreter der Hyundai Motor Group und der Automobilzulieferindustrie. Zur Hyundai Motor Group gehören unter anderem die Mobilitätsmarken Kia und Hyundai sowie der Zulieferer Hyundai Mobis.

Hyundai Motor, Kia und Hyundai Mobis planen, bis 2030 insgesamt 24 Billionen Koreanische Won (KRW) in die heimische Elektrofahrzeugindustrie zu investieren, um Südkorea zu einem der drei Top-Player auf dem globalen Elektrofahrzeugmarkt zu machen“, sagte Kia-Präsident Ho Sung Song in seinem Grußwort im Namen der Hyundai Motor Group. „Dabei liegt unser Hauptaugenmerk darauf, die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Elektrofahrzeug-Ökosystems zu verbessern, einschließlich Forschung und Entwicklung, Produktion und Infrastruktur, sowie den Wandel und die Innovation in der neuen globalen Automobilindustrie richtungweisend voranzutreiben.

Kia werde rund eine Billion KRW (etwa 690 Millionen Euro) investieren, um 99.000 Hektar Land zu erwerben. Das Werk soll die Serienproduktion im zweiten Halbjahr 2025 aufnehmen. Für das erste volle Betriebsjahr ist die Fertigung von 150.000 Einheiten geplant. Die Anlage soll zudem das Potenzial besitzen, die Kapazität künftigen Marktbedingungen entsprechend zu erhöhen.

Das neue PBV-Werk ist Kia zufolge als umweltfreundliche Anlage konzipiert, die zukunftsweisende innovative Fertigungstechnologien einsetze und CO2-Emissionen minimiere. Für die Effizienz und Intelligenz sorgen unter anderem die von Kia „E-Forest“ genannten Technologien wie zum Beispiel digitale Fertigungssysteme. E-Forest ist das Ökosystem der intelligenten Fabrik von Kia und Hyundai. Es setzt bei den Innovationen in der Fertigung darauf, alles organisch miteinander zu verbinden, um den Kundennutzen zu steigern.

Einer der innovativen Produktionsprozesse, die im neuen PBV-Werk eingeführt werden sollen, sei die „Zellenmethode“ (cell method), die eine Fahrzeugproduktion auf der Grundlage unterschiedlicher Kundenanforderungen ermögliche. Mit dieser Strategie der Prozessgestaltung werden Maschinen oder Arbeitsstationen, die zur Herstellung ähnlicher Produkte oder Teile verwendet werden, zu Gruppen zusammengefasst. Die dadurch verkürzten Transportwege von Materialien und Produkten während der Fertigung sollen einen effizienteren und flexibleren Herstellungsprozess ermöglichen. Bei der Zellenmethode zielt die Anordnung der Maschinen auf einen optimalen Material- und Produktfluss zwischen den Arbeitsstationen, um Stillstandzeiten zu minimieren, Kosten zu senken und die Produktivität zu steigern.

Das Fertigungssystem des PBV-Werks verbindet die neue Zellenmethode mit dem Förderbandsystem der ursprünglichen Serienproduktion, um eine flexible Produktion mit einer stärkeren Individualisierung der verschiedenen Produkttypen zu ermöglichen.

Das PBV-Werk ist zudem als CO2-arme Fabrik konzipiert. So wird im Lackierprozess mit einer Trockenkabine eine naturfreundliche Methode eingesetzt, und durch die Nutzung von natürlichem Licht sowie die Straffung des Herstellungsprozesses sollen die CO2-Emissionen im Vergleich zu bestehenden Werken um etwa 20 Prozent reduziert werden.

Zu den innovativen Technologien, die Kia in dem Werk einsetzen werde, gehören die Automatisierung von Anlagen mithilfe von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz (KI), die automatisierte Qualitätskontrolle der Lackierung der Fahrzeugunterseite, die automatisierte Montage von Teilen wie Glas, Modellname und Firmenlogo sowie die automatische Analyse der Daten von Qualitätsmessungen, um gegebenenfalls Korrekturen bei der Montage selbstständig und in Echtzeit vornehmen zu können.

Die neue Anlage soll ein „menschenfreundliches“ Werk sein, indem sie schwere Arbeiten und Aufgaben, bei denen man zur Decke schauen muss, automatisiert, während zugleich das Gefühl von „Offenheit“ verstärkt und der Lärmpegel reduziert werde.

Produktion des ersten batteriebetriebenen PBV für 2025 geplant

Kia will 2025 das erste Modell seiner dedizierten PBV-Palette vorstellen. Bei dem Fahrzeug mit dem Projektnamen SW werde es sich um ein mittelgroßes Spezialfahrzeug handeln, das auf der „eS“-Skateboard-Plattform basiert, die speziell für batterieelektrische PBVs konzipiert sei und sich durch ihre Flexibilität für unterschiedliche Karosserietypen eigne.

Der SW werde entwickelt, um den verschiedenen geschäftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Dank seiner Ladestruktur und seines großen Innenraums, in dem ein Erwachsener stehen kann, lasse er sich zum Beispiel zur Auslieferung von Waren, für Mitfahrdienste wie Ride Hailing oder im B2B-Bereich (Business to Business) einsetzen.

Nach der Einführung des mittelgroßen SW will Kia seine PBV-Palette in alle Richtungen erweitern: um große Spezialfahrzeuge, die für Logistik, den Transport frischer Nahrungsmittel, als mehrsitzige Shuttlefahrzeuge und als mobile Büros oder Shops genutzt werden können, sowie um kleine PBVs und mittelgroße Robotaxis, die mit autonomer Fahrtechnologie ausgestattet sind.

Hyundai Motor will bis 2030 zu den Top 3 der weltweiten EV-Hersteller gehören

Bei der Grundsteinlegung für das neue Werk erläuterte die Hyundai Motor Group auch ihr Ziel, durch den Gesamtabsatz ihrer Mobilitätsmarken Kia, Hyundai und Genesis bis 2030 einem der drei weltweit führenden Elektrofahrzeughersteller zu werden.

Der Konzern gab außerdem bekannt, dass er plant, bis 2030 die jährliche Elektrofahrzeugproduktion in Korea auf 1,51 Millionen Einheiten und weltweit auf 3,64 Millionen Einheiten zu erhöhen. Zur Realisierung dieser Pläne wollen Kia und Hyundai Motor zusammen mit Hyundai Mobis 24 Billionen KRW (etwa 16,5 Milliarden Euro) in den koreanischen Elektrofahrzeugsektor investieren.

Im Jahr 2030 will die Hyundai Motor Group insgesamt 31 Elektromodelle von Kia, Hyundai und der Luxusmarke Genesis im Programm haben. Kia wird in diesem Jahr sein neues Flaggschiff EV9 auf den Markt bringen, den ersten dreireihigen Elektro-SUV der Marke, und Hyundai im Jahr 2024 den Ioniq 7.

Mit seinen hohen Investitionen zielt der Konzern darauf ab, das koreanische Elektrofahrzeug-Ökosystem auszubauen und Koreas Rolle als Innovationstreiber in der künftigen globalen Automobilindustrie zu stärken. Es wird auch erwartet, dass dadurch der Erfolgskreislauf von einheimischer Elektrofahrzeugproduktion, Forschung und Entwicklung, Infrastruktur und verwandten Branchen gefördert wird.

Quelle: Kia – Pressemitteilung vom 12.04.2023

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