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So will ChargeX jeden Stellplatz zum Ladeplatz umfunktionieren

So will ChargeX jeden Stellplatz zum Ladeplatz umfunktionieren

Man wolle nicht weniger als jeden Stellplatz zum Ladeplatz umzufunktionieren. Zumindest gab dies Tobias Wagner, Gründer und Geschäftsführer von ChargeX, im Gespräch für den Elektroauto-News.net Podcast zu verstehen. Erreicht werden soll dies durch die sogenannte „Mehrfachsteckdose für E-Autos“, welche fast ohne Elektriker auskommt und von jedermann in rund 60 Sekunden installiert werden kann. Hört sich zu gut an, um wahr zu sein? Wir haben die Fakten.

ChargeX hat sich das Prinzip des Mehrfachsteckers als Vorbild genommen, um es dann auf das Laden von E-Autos zu übertragen. So ist es dazu gekommen, dass die drei Gründer Michael Masnitza, Johannes Engeln und Tobias Wagner eine Art Mehrfachstecker für Ladesäulen entwickelt haben. 2018 gestartet hat das Start-Up im Januar 2019 seine erste Finanzierungsrunde in mittlerer sechsstelliger Höhe abgeschlossen.

Wie eingangs erwähnt entwickelt ChargeX eine neuartige Ladeinfrastruktur für Elektroautos, die das intelligente Laden mehrerer Elektroautos für den Einsatz in Gewerbeimmobilien und Mehrfamilienhäusern ermöglicht. Das Unternehmen richtet die eigene Ladelösung – genannt Aqueduct Ladesystem – auf die Wohnungswirtschaft, Parkraumbetreiber und an Unternehmen und Arbeitgeber mit eigenen Elektroautos in der Flotte aus. 1.500 Ladepunkte hat man in diesen Segmenten bereits installiert. Weitere folgen.

Der Vorteil des Aqueduct Ladesystems, es kann bei Bedarf um weitere Ladepunkte erweitert werden (plug & play) und gewährleistet dank integriertem Lastmanagement, dass die verfügbare Anschlussleistung nicht überschritten wird. Ein intelligenter Ladealgorithmus nutzt individuelle Mobilitätsdaten, um die Elektroautos zeitversetzt und bedarfsorientiert aufzuladen. Mittlerweile in der 2. Generation angekommen, kann es sowohl als 11 oder 22 kW Ladepunkt installiert werden. Wobei nur für das erste Modul ein Elektriker benötigt wird, danach kann es einfach durch „Stecker“ verbinden, ausgebaut werden. Eine Grenze setzt hierbei nur der jeweilige Einsatzzweck.

Es ist anzumerken, dass die daran angeschlossenen E-Autos nicht alle zeitgleich, mit der gleichen Power, laden, sondern dies durch die Logik des Systems gesteuert. Wie Tobias im Gespräch ausführt werden die Fahrzeuge zunächst auf ein gemeinsames Level (60- 85 km Reichweite) geladen, um im Anschluss parallel zu laden. Da man aber nach drei Jahren im E-Mobilitätgeschäft gemerkt hat, dass es eine Herausforderung ist, eine begrenzte Ressource (Ladestrom) so zu verteilen, damit alle zufrieden sind, ist man auch diese angegangen.

Aus diesem Grund hat man eine eigene App ins Leben gerufen, welche entsprechende Flexibilität in Ladevorgänge einbringen soll. Durch diese wird eine Priorisierung beim Laden gesteuert. Aber eben so, dass der jeweilige Fahrer nicht bei jedem Ladevorgang Priorität erfährt. Denn hierfür muss er die In-App Currency namens Drops einsetzen. Jeder Fahrer, der auf ChargeX Ladesysteme zurückgreift bekommt ein Drops Ladebudget, das er zum priorisierten Laden einsetzen kann. Verhält man sich netzdienlich, kann man später auch mal schneller laden.

Damit wolle man die Vision einer Netzdienlichkeits-Währung für das Laden von Elektroautos vorantreiben, um das Netz entsprechend zu entlasten. Hat den charmanten Vorteil, dass wenn dies im großen Maßstab umgesetzt werden würde dynamisches Pricing für Ladevorgänge erst gar nicht zum Tragen kommt. Aber das erklärt dir am besten Tobias im Podcast. Also los, rein hören!

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