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Mercedes-CTO Schäfer sieht Preisparität zwischen Elektro und Verbrenner in weiter Ferne

Mercedes-CTO Schäfer sieht Preisparität zwischen Elektro und Verbrenner in weiter Ferne

Ein beliebtes Argument gegen den Kauf eines Elektroautos sind die höheren Anschaffungskosten im Vergleich zu Verbrenner-Fahrzeugen, vor allem wegen der teuren Batterie. Dieser Mehrpreis wird mit Fördermöglichkeiten wie der Kaufprämie zumindest abgefedert. Bisher ging man davon aus, dass die Batterien und damit das Fahrzeug mit zunehmender Marktdurchdringung billiger werden würden. In den letzten Jahren war das auch der Fall, von 2008 bis 2021 sind diese um 87 Prozent gesunken. Nun aber könnten die Batterien aufgrund der Rohstoffknappheit wieder teurer werden – und die Preisparität in weite Ferne rücken.

Dieses Negativszenario zeichnet Mercedes CTO Markus Schäfer in einem Interview mit Road & Track. Nach seiner Ansicht wäre eine Preisparität zwischen E-Fahrzeugen und Verbrennern erst bei 50 US-Dollar pro Kilowatt erreicht. Davon sei man noch meilenweit entfernt, und mit der aktuellen Zellchemie wäre dieser Wert auch nicht erreichbar. Leistbare Batterien mit hoher Energiedichte, die für das Erreichen der Preisparität erforderlich wären, gäbe es momentan noch nicht oder diese wären erst im Entwicklungsstadium. Selbst wenn sie marktfähig wären, würde es Jahre dauern, bis sie in der Automobilindustrie mit ihren hohen Volumina und extrem hohen Anforderungen an die Langlebigkeit ankommen. Solange man auf diesen Durchbruch in der Batterietechnik warten müsste, könne niemand versprechen, dass Elektroautos in naher Zukunft billiger werden.

Die Zukunft vorauszusehen wäre wie der Blick in einer Kristallkugel„, erklärt Schäfer. Alles würde von der Abbaukapazität für die Rohmaterialien und der globalen Entwicklung der Elektromobilität abhängen. Vor allem von der Rohstoffseite würde noch länger starker Gegenwind wehen. Analysten gehen ebenfalls davon aus, dass der Mangel an Lithium nicht vor Mitte der Dekade behoben sein werde.

Der vorausgesagte Preisverfall weit unter 100 US-Dollar pro Kilowatt wird also noch länger dauern,“ macht Schäfer wenig Hoffnungen auf bald sinkende Preise. Mit der aktuell dominierenden Zellchemie würde der notwendige Durchbruch auch nicht gelingen. Elektroautos würden demnach in nächster Zeit nicht wirklich billiger werden.

Quelle: roadandtrack.com – We’re not even close to EVs being as cheap as gas cars, Mercedes says

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